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Vakuumglas statt Fenstertausch

Vakuumglas statt Fenstertausch

FINEO auf der denkmal 2026

Fotos: FINEO

Vom 5. bis 7. November 2026 zeigt FINEO by AGC am Stand B08 in Halle 2 die Vakuumisolierglas-Serie von AGC Glass Europe. Im Mittelpunkt steht der Tausch von Einfachglas gegen FINEO Vakuumglas, mit dem sich bestehende Fensterkonstruktionen erhalten und die Wärmedämmwerte erheblich verbessern lassen. FINEO zahlt damit gleich auf zwei der diesjährigen Schwerpunktthemen der denkmal 2026 ein: „Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ sowie „Bauen im Bestand“.

Für die Ertüchtigung von historischen Fenstern ist Vakuumisolierglas seit geraumer Zeit eine naheliegende Lösung, der Einsatz musste jedoch im Einzelfall geklärt werden. „Mit der Anfang 2025 erteilten allgemeinen Bauartgenehmigung (aBG) bieten wir Restauratoren, Fensterbauern und Auftraggebern frühzeitig Planungssicherheit“, erklärt Roland Skomda, FINEO Vertriebsleiter in der DACH-Region.

FINEO ist derzeit das einzige Vakuumisolierglas mit allgemeiner Bauartgenehmigung (Z-70.4-304) für den Einsatz als linienförmig gelagerte Vertikalverglasung. Fast zeitgleich hatte AGC zudem als erster Hersteller weltweit die freiwillige CE-Kennzeichnung für ein Vakuumisolierglas erlangt. Grundlage ist die Europäische Technische Bewertung ETA 20/0048, in der unter anderem Verhalten im Brandfall, Widerstandsfähigkeit gegen Lasten, Schall- und Wärmedämmleistung sowie Haltbarkeit unabhängig nachgewiesen sind. Damit sind mögliche bauaufsichtliche Hürden bei der Fenstersanierung deutlich reduziert. Gleichzeitig eröffnet FINEO Spielraum, um denkmalpflegerische Anforderungen und die Wünsche des Auftraggebers bei der Sanierung zu berücksichtigen. Skomda betont: „FINEO kann in vielen Fällen das verbindende Element zwischen den Anforderungen an energetische Effizienz und dem Bewahren des historischen Erbes sein.“

Filigranes Vakuumglas für den Einsatz in historischen Rahmen und Profilen

Historische Fensterrahmen sind häufig für Einfachglas ausgelegt; für moderne Mehrfachverglasungen fehlt daher oft die erforderliche Falztiefe. Mit Gesamtdicken ab 6,7 Millimetern kann FINEO dagegen in viele historische Fensterkonstruktionen aus Holz, Stahl oder Gusseisen integriert werden. Originalrahmen lassen sich so bewahren und zugleich energetisch ertüchtigen. Während klassisches Einfachglas einen Ug-Wert von rund 5 W/(m²K) aufweist, erreicht FINEO Werte von 0,7 W/(m²K) und bietet damit eine mit moderner Dreifachverglasung vergleichbare Wärmedämmung.

Auch kleinteilige Sprossenfenster lassen sich mit FINEO nachrüsten. Möglich sind Formate ab 200 × 200 Millimetern ebenso wie Freiformen und Bogensegmente. Eine weitere typische Anwendung sind Kastenfenster: Wird eine der beiden Scheiben durch FINEO ersetzt, kann die Gesamtkonstruktion Ug-Werte zwischen 0,7 und 0,5 W/(m²K) erreichen. Der bewährte zweischalige Aufbau und seine guten Schallschutzeigenschaften bleiben dabei bestehen.

Zeittypische Wirkung im Fassadenbild bewahren

Mit der Produktvariante FINEO Heritage lässt sich der Glastausch auch dort umsetzen, wo Erscheinungsbild und Charakter der Verglasung Teil des baukulturellen Erbes sind. Dafür wird FINEO Vakuumglas mit traditionell hergestellten Restaurierungsgläsern kombiniert, deren Oberflächen Welligkeiten, Unebenheiten und Ziehstreifen der historischen Gläser nachbilden. So bleiben die vorhandenen Fensterkonstruktionen und ihre zeittypische Wirkung im Fassadenbild erhalten. Die Lichttransmission beträgt bei allen Ausführungen 78 Prozent, das bewertete Schalldämm-Maß 39 dB.

Drei Varianten greifen die Optik historischer Gläser aus verschiedenen Epochen auf:

  • FINEO Traditional: für Verglasungen aus der Zeit von 1880 bis 1920 (12,0 bis 17,0 mm Gesamtdicke)
  • FINEO Classic: für Verglasungen aus der Zeit von 1920 bis 1960 (10,3 bis 15,5 mm Gesamtdicke)
  • FINEO Modern: für Verglasungen ab 1960 (10,4 bis 15,4 mm Gesamtdicke)

„Für die energetische Ertüchtigung des Gebäudebestands brauchen wir Lösungen, mit denen sich vorhandene Bausubstanz und ihr charakteristisches Erscheinungsbild möglichst umfassend erhalten lassen. Gerade bei historischen Fenstern bietet der Glastausch dafür großes Potenzial. Die Messe denkmal ist für uns der richtige Ort, um diese Möglichkeiten mit Restauratoren, Fensterbauern und Auftraggebern zu diskutieren“, so Skomda.

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