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Wie es jetzt weitergehen muss - Position von Pro Passivhaus e. V. zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Foto: golero/iStock

Als die KfW ihre Förderungen für neue Effizienzhäuser und Bestandssanierung Ende Januar auf Anweisung des Wirtschafts- und Klimaministers Robert Habeck von einem auf den anderen Tag stoppte, war die Empörung und Unsicherheit groß. Mittlerweile ist klar, dass zumindest eingegangene Anträge weiterhin gefördert werden. Der Blick sollte nun nach vorn auf die künftige Förderkulisse gerichtet werden.

Doch wie sollte diese ausgestaltet sein? Der Bundesverband Pro Passivhaus setzt sich seit über 10 Jahren für deutlich erhöhte Anforderungen an den energetischen Standard von Neubauten und Bestandssanierungen ein, die Mitglieder kennen viele Wege, wie diese wirtschaftlich umsetzbar sind. „Die gesetzliche Grundlage – das Gebäudeenergiegesetz und zuvor die Energieeinsparverordnung – hat den Fachplanern bisher zu wenig Ambition abverlangt. Bereits etablierte Innovationen der 1990er Jahre haben somit keinen Eingang in die Praxis gefunden.“, so Pro Passivhaus. Entsprechend einfach war es für private Bauherren und erst recht große Wohnungsbaugesellschaften möglich, mit wenig Aufwand in den Genuss hoher Zuschüsse durch die KfW zu kommen. Für die Neuausrichtung der Bundesförderung für effiziente Gebäude fordert der Bundesverband daher die konsequente Umsetzung vorhandener Einsparpotentiale, aus verschiedenen Gründen.

 

Neubauförderung nur für klimaneutrale Gebäude

Jeder Neubau verbraucht Boden und Ressourcen. Bis zum Einzug ist bereits ein großer Teil der Klimabelastung entstanden, welche nun im Betrieb nicht weiter anwachsen darf. Damit also klimaneutraler Wohnraum entsteht, muss kurzfristig ein deutlich erhöhter energetischer Standard gelten, andernfalls würde die Politik das Verfehlen der Klimaziele gesetzlich festschreiben. Im Gebäudeenergiegesetz sollte daher das Effizienzhaus 40 zum neuen Mindeststandard erklärt werden. Eine Neubauförderung wäre damit für Gebäude vorbehalten, die diese Grundanforderung nochmals unterschreiten. Gefördert werden sollten vor allem Neubauten, die den Nutzenergiebedarf weiter minimieren, da diese Fokussierung die Energiekosten der Bewohner maximal reduziert und einen sparsamen und netzdienlichen Einsatz erneuerbarer Energietechnik begünstigt. Eine Richtgröße könnte dafür der Passivhausstandard sein, bei welchem der Heizwärmebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche nur noch 15 kWh im Jahr beträgt. Wirtschaftlich erreichen lässt sich dieser Wert vor allem auch durch eine kompakte Bauweise, die dem Flächenverbrauch und einer CO2-armen Herstellung aus z.B. regionalen Baustoffen entgegenkommt.

Dazu Johannes Laible, erster Vorstand bei Pro Passivhaus: „Wir brauchen bei Neubauten einerseits eine sofort wirkende Minimierung der CO2-Emission in der Herstellung, andererseits den minimalen Heizwärmebedarf über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes. Als klimaneutral sollte deshalb nur gefördert werden, was heute in der Herstellung und Jahrzehnte im Betrieb möglichst sauber ist.“

 

Bestmögliche Sanierung mit hoher Förderung

Für die Erreichung des Ziels eines weitgehend klimaneutralen Gebäudebestands im Jahr 2045 kommt es vor allem darauf an, dass der Gebäudebestand zügig und umfassend saniert wird. Pro Passivhaus fordert deshalb, die höchste steuerfinanzierte Förderung für die Sanierung vorzusehen, damit den Immobilienbesitzern ermöglicht wird, ihre Gebäude so zu sanieren, dass diese sich energetisch gleich um mehrere Klassen verbessern. Besonders wichtig ist, das Gebäude als Gesamtsystem zu betrachten, um unerwünschte bauphysikalische Effekte zu vermeiden und Synergien zwischen einzelnen Sanierungsmaßnahmen zu nutzen. Dafür sollten möglichst viele Schritte zu einem Paket kombiniert werden, um schnell voranzukommen und den Arbeitsaufwand klein zu halten.

Inga-Lill Kuhne, Vorständin bei Pro Passivhaus, spricht klar: „Wir haben höchstens 20 Jahre Zeit, den Klimawandel zu stoppen und müssen ab sofort alle verfügbaren Mittel einsetzen. Der Fachkräftemangel ist bei dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe eine der größten Hürden, denn ohne Handwerk geht es nicht. Die Ausbildung muss moderner werden, um die junge Generation für die ‚neuen‘ Zukunftsjobs zu begeistern!“

Auch die Fortbildung darf nicht vergessen werden. Seit der Gründung von Pro Passivhaus bietet der Verein Schulungen an, seit einiger Zeit auch in digitaler Form. Die Mitglieder des Bundesverbands Pro Passivhaus beschäftigen sich zum Teil seit Jahrzehnten mit konsequent energieeffizientem Bauen in Richtung Passivhaus und die bestmögliche energetische Sanierung. Das Know-how ist längst da – umso dringender der Wunsch nach nun ambitionierten politischen Vorgaben. Einer der Gründungsmitglieder ist der Mannheimer Architekt Roland Matzig, der die Diskussion um die Bundesförderung für effiziente Gebäude so zusammenfasst: „Die Einstellung der Förderungen hat auch bei mir einen Schock ausgelöst. Dennoch ist es richtig, dass das Effizienzhaus 55 nicht mehr gefördert wird, denn Häuser dieser Effizienzklasse helfen uns nicht das Pariser Klimaabkommen zu erreichen. Ganz anders ist es bei den Sanierungen, mit denen ich mich intensiv beschäftige. Dort sollte es sofort wieder Förderungen geben. Allerdings sollte auch dort der Blick auf die CO2-Neutralität verstärkt werden, denn so wird schnell klar, dass auch hier eine Gebäudehülle in Passivhaus-Qualität die beste Basis ist.“

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